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Krankheitne: Angina Pectoris

Angina Pectoris (Synonym: Stenokardie, deutsch: Brustenge) ist eine anfallsartige Enge in der Brust.

Angina Pectoris
ICD-10-Code:
I20.9

Als Angina Pectoris bezeichnet man einen Schmerz in der Brust, der durch eine Durchblutungsstörung des Herzens ausgelöst wird. Meist beruht diese Durchblutungsstörung auf einer Engstelle (= Stenose) eines Herzkranzgefässes. Beim Herzinfarkt sind dagegen Durchblutung und Sauerstoffzufuhr in einem bestimmten Bezirk des Herzens plötzlich und auf Dauer unterbrochen, weil eine Koronararterie vollständig blockiert ist.

Pathophysiologie

Angina Pectoris wird entweder durch körperliche oder seelische bzw. psychische Belastung verursacht, meistens im Rahmen einer vorbestehenden Koronarsklerose. Eine Sonderform ist die Prinzmetal Angina, hier wird eine vorübergehene Ischämie des Myokards durch einen Spasmus der Koronararterien ausgelöst. Die Dauer eines Anfalls liegt zwischen Sekunden und Minuten.

Unterscheidung des Auftretens in Ruhe (Ruhe-AP) oder unter Belastung (Belastungs-AP). Von der Ruhe-AP geht eine unmittelbare Infarktgefahr aus.

Eine Unterscheidung von AP und Herzinfarkt ist manchmal mit dem Medikament Nitrolingual möglich. Bei einem AP-Anfall kann das Medikament gut helfen und Schmerz und Enge in der Brust lassen deutlich nach. Allerdings sollte man sich nur in besonderen Fällen auf diese Art der Unterscheidung verlassen. Die Behandlung einer infarktverdächtigen AP umfasst Sauerstoff, Venöser Zugang, ASS, Heparin. Der Oberkörper ist in Hochlage zu lagern, um das schon geschwächte Herz weniger zu belasten.

Formen der Angina Pectoris

Behandlungsmöglichkeiten

Ursachen

Symptome

Grad-Einteilung

Differenzialdiagnose

stabile Angina Pectoris

Eine stabile AP liegt vor, wenn der Schmerzcharakter der Anfälle immer gleich ist und die Beschwerden durch entsprechende Gegenmassnahmen (körperliche Ruhe, Medikamenteneinnahme) nachlassen. Der stabilen AP liegt häufig eine mehr als 70%ige Stenose von mindestens einem bedeutenden Koronargefäss zugrunde

instabile Angina Pectoris

Als instabile AP bezeichnet man jede plötzliche Änderung des klinischen Bildes

Der instabilen AP liegt in der Regel eine koronare Mehrgefässerkrankung oder eine linksseitige Hauptstammstenose zugrunde. Eine instabile Angina Pectoris geht mit grossem Herzinfarktrisiko einher. Ein Patient, der unter entsprechenden Symptomen leidet, benötigt in der Regel umgehend ärztliche Hilfe.

siehe auch: Stress-Kardiomyopathie (Broken-Heart-Syndrom)


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