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Krankheiten: Lymphoedem

Klassifikation nach ICD-10
I89.0 Lymphödem, anderenorts nicht klassifiziert
I97.2 Lymphödem nach Mastektomie
Elephantiasis
Q82.0 Hereditäres Lymphödem
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Das Lymphödem ist eine sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Interstitium (Zwischenzellraum). Es wird durch mechanische Insuffizienz des Lymphgefässsystems hervorgerufen. Es handelt sich um eine Symptombeschreibung, nicht um eine Diagnose. Zugrunde liegt ein chronisch-entzündliches Krankheitsbild, das nicht nur die Extremitäten sondern auch das Gesicht, den Hals, Rumpf und auch die Genitalien betreffen kann. Durch mechanische Insuffizienz kann die interstitielle Flüssigkeit nicht mehr ausreichend über die Lymphgefässe abtransportiert werden. Dies führt zu einem Rückstau und zur Ansammlung von Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen (Ödem).

Lymphödemstadien

Ätiologische Klassifikation

Man unterscheidet das Lymphödem in eine primäre und eine sekundäre Form.

Diagnostik

Therapie

Als Therapie der Wahl kommt, um die überschüssige Flüssigkeit aus dem Interstitium abtransportieren zu können, die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) infrage.

Unter Komplexer Physikalischer Entstauungstherapie werden zusammengefasst:

  1. manuelle Lymphdrainage
  2. Hautpflege
  3. Kompressionsbandage/Kompressionsstrümpfe
  4. spezielle Bewegungstherapie in Kompression
  • Zusammenspiel Arzt, Lymphtherapeut, Sanitätshaus, Betroffene/r

Die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie ist eine erprobte und erfolgreiche Therapie auch des chronischen Lymphödems.

Keine alleinige Therapieoption sind Diuretika (entwässernde Medikamente). Eine alleinige Behandlung mit Diuretika vermindert zunächst und primär das vaskuläre Flüssigkeitsvolumen. Der onkotische Sog des Plasmas wird nur kurzzeitig aufgebaut und verändert die Eiweiss und Proteinkonzentration des Ödems nicht positiv. So wird man einen Jo-Jo-Effekt beobachten können. Um die gewünschte Wirkung des Diuretikums zu erhalten, wird man das Diuretikum ständig und in steigender Konzentration verabreichen müssen. Weiterhin beachte man, dass ein Diuretikum den Lymphtransportmechanismus beeinträchtigt.


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