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Medikamente: Antibabypille

Strukturformel
Strukturformel der Acarbose
Allgemeines
Freiname Acarbose
Andere Namen

O-4,6-Didesoxy-4-{[(1S,4R,5S,6S)-4,5,6-trihydroxy- 3-(hydroxymethyl)-2-cyclohexen-1-yl]amino}- α-D-glucopyranosyl-(1,4)-O-α-D-glucopyranosyl- (1,4)-D-glucopyranose (IUPAC)

Summenformel C25H45NO18
CAS-Nummer 56180-94-0
PubChem 441184
ATC-Code

A10BF01

DrugBank APRD00656
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Antidiabetika

Wirkmechanismus

Hemmung des Enzyms α-Glucosidase, dadurch Spaltung von Mehrfachzuckern vermindert, daraus folgt geringere Aufnahme von Glucose

Fertigpräparate

Glucobay®

Verschreibungspflichtig: Ja
Eigenschaften
Molare Masse 645,605 g·mol–1
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

unbekannt
R- und S-Sätze R: ?
S: ?
Bitte beachten Sie die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Acarbose ist ein Zucker und wird aufgrund seiner Struktur als Pseudotetrasaccharid eingeordnet. Als Arzneistoff wird er zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) als ein sogenanntes orales Antidiabetikum eingesetzt. Gewonnen wird der Stoff aus Bakterien der Gattung Actinoplanes[1]

Wirkung

Acarbose hemmt die α-Glucosidase[1], ein Enzym, welches im Darm die Hydrolyse von Oligo-, Tri- und Disacchariden zu Glucose und anderen Monosacchariden katalysiert. Dadurch wird ein Anstieg der Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten (postprandial) vermindert. Aufgrund dieser Wirkungsweise ist Acarbose zur Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes) geeignet. Bei Verabreichung von Acarbose entgeht Stärke der Dünndarmverdauung. Im Dickdarm wird diese Stärke unter verstärkter Buttersäurebildung fermentiert.

Die häufigsten Nebenwirkungen, welche die Anwendung auch deutlich einschränken können, sind Blähungen, Darmgeräusche, Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Übelkeit.

Neben der Anwendung als Arzneimittel wird der Acarbose das Potential zugesprochen, als wirksame Prophylaxe gegen Karies eingesetzt zu werden.[1]


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